Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC4:0SV Babelsberg 03
SV Babelsberg 03
18. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Samstag, 23. Januar 1999, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 2.650
Schiedsrichter: Scheibel (Breitenhagen)
Chemnitzer FCTorfolgeSV Babelsberg 03
T Fröhlich
A Laudeley
A Bittermann
A Mehlhorn
M Kujat
M Köhler (79. Jan Schmidt)
M König
M Wienhold
M Jendrossek
S Erceg (72. Wächtler)
S Jörg SchmidtGelbe Karte

Trainer: Franke
1:0 Mehlhorn (49.)
2:0 Mehlhorn (61.)
3:0 König (74.)
4:0 Kujat (85.)

T Pletz
A MeyerGelbe Karte
A Petsch
A Schmidt (71. Kipre)
A BuderGelbe Karte
M Wendt
M BlockGelbe Karte
M GrundmannGelbe Karte
M LauGelbe Karte
S Müller (83. Szunmarski)
S Manai (46. BengsGelbe Karte)

Trainer: Heine
Spielbericht

Mehlo brach den Bann

Von Pierre Schönfeld

Man braucht auch manchmal das nötige Quentchen Glück. Das hatten die Himmelblauen am Samstag in der 49. Minute als ein abgefälschter Freistoß von Ulf Mehlhorn unhaltbar für den Babelsberger Keeper im Kasten der 03er landete. Zuvor hatte die Elf von Christoph Franke, welcher auf die etatmäßigen Stürmer Kunze und Ullmann verzichten mußte, erfolglos versucht, den kompakten Riegel der Babelsberger zu knacken. Doch nach der Führung ging alles fast wie von selbst. Nur 12 Minuten war es wieder Mehlo, welcher nach einer feinen Einzelleistung das 2:0 erzielte. Nicht nur wegen seiner Tore war der Routinier an diesem Tage einer der besten einer überzeugenden Chemnitzer Mannschaft. Immer wieder machte er Dampf und trieb die Mannschaft nach vorn.
Noch ein anderer bei den Himmelblauen ragte an diesem Tage heraus. Jens König, welcher eigentlich nur spielen durfte, weil sich Alexander Tetzner im Abschlußtraining verletzt hatte, nutzte seine Chance eindrucksvoll. "Kö" beackerte nicht nur jeden Quadratzentimeter der Fischerwiese, er mußte auch von seinen Gegenspielern einiges einstecken. Doch dafür revanchierte er sich auf seine Weise - mit einem sehenswerten Kopfball zum 3:0. Bevor Kujat den 4:0-Endstand herstellte, hatte der CFC weitere Chancen das Resultat gegen die jetzt auseinanderbrechenden Babelsberger zu erhöhen, die aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Eine der größten hatte Erceg als ihm allein vor Pletz stehend der Ball versprang und damit die Einschußchance vorbei war.
Babelsberger Torchancen waren Mangelware und eigentlich gab es auch nur eine einzige gute. Was auch ein Zeugnis dafür ist, wie sicher die Abwehr um Libero Laudeley derzeit steht. Mit gerade mal 9 Gegentoren hat sie nicht umsonst die wenigsten Treffer aller Regionalligamannschaften hinnehmen müssen.

Fazit: Ein wichtiger Sieg gegen eine Babelsberger Mannschaft die es nur die ersten 45 Minuten schaffte, dem Chemnitzer Offensivdrang zu widerstehen. Neben den überragenden Mehlhorn und König konnte auch der kleine Erceg endlich mal wieder überzeugen. Er hatte als Sturmspitze gegenüber den großgewachsenen Babelsberger Abwehrspielern zwar einen schweren Stand, seine Lauf- und Einsatzfreudigkeit war gegenüber früheren Spielen stark verbessert. Was der Sieg gegen den SVB wert ist, wird der kommende Freitag zeigen. Dann müssen die Himmelblauen zum Tabellenführer VfB Leipzig und das wird eine wahrer Prüfstein. Mir persönlich würde es schon reichen, wenn die Serie der letzten 6 Spiele hält. In denen gab es nämlich kein Gegentor.

Beste Himmelblaue: Mehlhorn, König

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